Es gab mal so eine verrückte Sache, die hieß Zwei-Quellen-Prinzip. Die Idee dahinter: Journalistinnen und Journalisten sollten erst berichten, wenn sie eine Information durch zwei voneinander unabhängigen Quellen bestätigen konnten. Sowas könnte zum Beispiel verhindern, dass viele Redaktionen auf einen Satiriker reinfallen, der bei Twitter verkündet, dass der CSU-Vorsitzende das Bündnis mit der CDU aufgekündigt hat.

Bei Bild.de verfolgen sie einen etwas anderen Ansatz: das Irgendein-Medium-hat-berichtet-dass-es-über-mehrere-Ecken-was-gehört-hat-Prinzip. Über die vermisste Schauspielerin Jasmin Tawil schlagzeilt die Redaktion …

Screenshot Bild.de - Ex-GZSZ-Schauspielerin seit Wochen vermisst - Erste Lebenszeichen von Jasmin Tawil

… und belegt das im Text so:

Screenshot Bild.de - Jetzt gibt es offenbar erste Hinweise zu ihrem Verbleib. Freunde geben Entwarnung: Jasmin gehe es gut. Man habe Kontakt mit einem Bekannten von Jasmin gehabt, berichtet RTL.de. Der wiederum soll Kontakt mit einem anderen Freund gehabt haben, der mit Jasmin via SMS kommuniziert haben will.

Mit Dank an @meerdimensional für den Hinweis!

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