1. Und die Zukunft der Zeitung ist doch digital
(deutschlandfunk.de, Brigitte Baetz)
Seit 1998 hat der britische „Guardian“ nur Verluste eingefahren. Nun scheint es, als sei der Umschwung geschafft: Der Verlag hat für den „Guardian“ einen operativen Gewinn von 800.000 Pfund für das Wirtschaftsjahr 2018/19 vermeldet. Die positive Geschäftsentwicklung beruhe vor allem auf der konsequenten Digitalstrategie der Redaktion und einer treuen und spendenbereiten Leserschaft.

2. Warum wir X gründen
(blog.zeit.de, Jochen Wegner)
„Zeit Online“ hat ein neues Ressort ohne festgelegten thematischen Fokus gegründet, dem man den Namen „X“ gegeben hat. Alle paar Wochen sollen ressortübergreifenden Schwerpunkte entstehen, die sich aus den Inhalten der verschiedenen anderen Ressorts speisen und sich aus Features, Reportagen, Foto- und Videoessays sowie Datenvisualisierungen zusammensetzen. Der erste „X“-Schwerpunkt beschäftigt sich mit der „großen Wanderung“ von Ost- nach Westdeutschland. Dort ist auch eine aufwändige Datenvisualisierung zu sehen, die eine dramatische demographische Entwicklung für die Zeit nach der Wende zeigt: Sechs Millionen Menschen haben dem Osten den Rücken zugewendet und sind in den Westen gezogen. Eine Entwicklung mit Folgen.

3. Können Gehirnfunktionen Stunden nach dem Tod wiederhergestellt werden? Wie weit kann Mikroplastik mit dem Wind reisen? Science Media Newsreel No. 46
(meta-magazin.org)
Im Wochenrückblick des „Science Media Center“ geht es um die Forschungsergebnisse, über die in letzter Zeit besonders häufig in den Medien berichtet wurde. Dieses mal dabei: „Perfusionssystem lässt in Schweinehirn einige Zellen Stunden nach dem Tod wieder funktionieren“ („Nature“) und: „Mikroplastik gelangt durch Atmosphäre auch in entlegene Bergregionen“ („Nature Geoscience“).

4. Macht Netflix den Serien-Konsum internationaler?
(netzfeuilleton.de, Till Frommann)
Westliches Fernsehen und hiesiges Kino sind überwiegend von den USA und den dortigen Sehgewohnheiten geprägt. Seit es Streaming-Angebote wie Netflix gibt, besteht jedoch die Möglichkeit, einen Blick auf internationale Produktionen zu werfen. Dort findet sich kommerzieller Mainstream, aber auch manche Besonderheit, wie Till Frommann feststellt.

5. Zuckerberg baut Facebook um: Was der Komplettumbau des sozialen Netzwerkes für Publisher bedeutet
(meedia.de, Robert Tusch)
Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz F8 einige strukturelle und inhaltliche Änderungen angekündigt. Robert Tusch erklärt auf „Meedia“, was auf Publisher und Werbetreibende, aber auch auf die normalen Facebook-Nutzer zukommt.

6. Die verschollene Capital Bra-Story
(johannvoigt.de)
Capital Bra gilt als der erfolgreichste Künstler der Musikgeschichte Deutschlands und Österreichs, jedenfalls wenn man es an der Anzahl der Nummer-eins-Hits festmacht. Der Journalist Johann Voigt hat den Rapper für eine Geschichte getroffen, die jedoch nicht erschienen ist. Die Gründe sind einigermaßen kurios: Der Text „durfte nicht veröffentlicht werden, weil Capital Bra die während des Fotoshootings in Berlin entstandenen Fotos nicht freigegeben hat, stattdessen ein Handybild von seinen Kindern geschickt hat und zu einem neu organisierten Fotoshooting nicht auftauchte.“ Voigt hat das redigierte und korrekturgelesene Stück auf seiner privaten Seite veröffentlicht.